Die Trabrennbahn Mönchengladbach an der Niers ist die älteste bestehende Trabrennbahn Deutschlands. Seit ihrer Eröffnung am Ende des 19. Jahrhunderts hat sie sich zu einem bedeutenden Wahrzeichen der Stadt und einem traditionsreichen Zentrum des deutschen Pferdesports entwickelt.

Historische Meilensteine
- Gründung und erstes Rennen: Das erste offizielle Rennen fand am 13. August 1893 statt. Damals gingen lediglich vier Starter in einem Rennen an den Start, das auf einem einfachen Feldgelände ausgetragen wurde.
- Kontinuierlicher Betrieb: Abgesehen von Unterbrechungen während der beiden Weltkriege wird die Bahn seit über 130 Jahren durchgehend betrieben.
- Rettung vor der Insolvenz: In den 1920er Jahren stand die Sportstätte vor dem finanziellen Aus. Eine Bürgerinitiative verhinderte die Insolvenz und sicherte so den Fortbestand der Anlage.
- Blütezeit: In der Nachkriegszeit erlebte die Bahn eine Hochphase mit bedeutenden Rennen und einem gemischten Publikum aus Prominenz, Politik und zahlreichen Besuchern.

Heutige Situation und Ausblick (Stand 2026)
Die historische Bausubstanz, darunter Tribünen und Stallungen, zeigt heute deutliche Altersspuren. Die Zukunft des Standorts ist aufgrund fehlender langfristiger Planungssicherheit ungewiss:
- Flächennutzung: Das Gelände ist für eine potenzielle Erweiterung des benachbarten Flughafens Mönchengladbach (MGL) vorgesehen.
- Aktueller Betrieb: Trotz der unsicheren Pachtverhältnisse sind für das Jahr 2026 insgesamt 13 Renntage geplant. Zu den wichtigsten Terminen gehört traditionell der „Große Preis der Stadt Mönchengladbach“ im Juli.

