Das neue Polizeipräsidium in Mönchengladbach an der Krefelder Straße 555 gilt als eines der modernsten Dienstgebäude in Nordrhein-Westfalen. Es wurde bereits vor einigen Jahren offiziell eingeweiht, setzt aber weiterhin Maßstäbe für die „Polizei der Zukunft“.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Standort & Architektur: Der markante Komplex liegt im Stadtteil Neuwerk und umfasst eine Bruttogrundfläche von etwa 23.460 m². Die Architektur zeichnet sich durch eine moderne Aluminiumfassade und den Einsatz von gepanzerten Spezialprofilen aus.
- Funktionen: Das Gebäude bündelt verschiedene Dienststellen unter einem Dach, darunter eine 24-Stunden-Wache, ein Gewahrsam, die hochmoderne Leitstelle sowie spezialisierte Laborbereiche für die Kriminaltechnik.
- Technik & Ausstattung: Es wurde als Vorzeigeprojekt für digitale Vernetzung und moderne Arbeitswelten konzipiert. Die Büros sind flexibel für wechselnde Nutzer gestaltet, und die technische Infrastruktur ist auf zukünftige Anforderungen ausgelegt.
- Personal: Im Präsidium arbeiten rund 840 Beschäftigte, wovon etwa 700 Polizeibeamte sind.
- Besucher: Für Bürger ist das Gebäude als barrierefreie und bürgerfreundliche Anlaufstelle konzipiert. Aktuell (Anfang 2026) bietet die Polizei sogar spezielle Führungen für Gruppen an, um einen Blick hinter die Kulissen dieser modernen Polizeiwelt zu ermöglichen.
Die Kriminaltechnik (KT) im neuen Präsidium Mönchengladbach ist die wissenschaftliche Zentrale für die Sicherung und Auswertung objektiver Beweismittel. Im Vergleich zum alten Standort bietet das neue Gebäude modernste Laborbedingungen.
Moderne Ausstattung im neuen Präsidium*Text: Polizei Mönchengladbach*:
Die Kriminaltechniker nutzen im neuen Gebäude spezialisierte Trocknungsräume für Spurenträger (um Schimmelbildung bei feuchten Asservaten zu verhindern) und hochmoderne Absaugreinanlagen für die Arbeit mit chemischen Pulvern.
Die Kriminaltechnik (KT) im neuen Präsidium Mönchengladbach ist die wissenschaftliche Zentrale für die Sicherung und Auswertung objektiver Beweismittel. Im Vergleich zum alten Standort bietet das neue Gebäude modernste Laborbedingungen.

Zentrale Aufgaben der Kriminaltechnik:
- Tatortarbeit & Spurensicherung: Die Experten dokumentieren Tatorte (z. B. durch 3D-Vermessung) und sichern materielle Spuren. Dazu gehören:
- Daktyloskopie: Sichtbarmachen und Sichern von Fingerabdrücken.
- Biologische Spuren: Sicherung von DNA-Material wie Blut, Haaren oder Speichel.
- Formspuren: Analyse von Schuhabdrücken, Reifenprofilen oder Werkzeugspuren.
- Laboranalysen: Im Präsidium werden Beweismittel unter speziellen forensischen Lichtquellen (UV-, Blau- oder Violettlicht) untersucht, um unsichtbare Spuren wie Körperflüssigkeiten oder Fasern zu detektieren.
- Digitale Forensik: Ein wachsender Bereich ist die Auswertung digitaler Datenträger. Experten extrahieren Daten von Smartphones, Computern und Tablets, teilweise bis auf Hardware-Ebene.
- Spezialuntersuchungen: Hierzu zählen die Prüfung von Urkunden auf Fälschungen, waffentechnische Untersuchungen (Ballistik) sowie die Auswertung von Bild- und Tonmaterial.

