Die Gründung der Borussia Mönchengladbach am 1. August 1900 markiert den Beginn eines der traditionsreichsten Vereine im deutschen Fußball. Ursprünglich unter dem Namen Fußballklub Borussia 1900 M.-Gladbach ins Leben gerufen, hat der Verein seine Wurzeln im Stadtteil Eicken.
Die Anfänge und Namensgebung
Früher Erfolg: Bereits neun Jahre nach der Gründung, im Jahr 1909, gelang der Mannschaft um Hermann Ditgens der Aufstieg in die A-Klasse, die damals höchste Spielklasse.
Der Name „Borussia“: Der lateinische Begriff für Preußen wurde als Vereinsname gewählt. Zu dieser Zeit war die Stadt (damals oft nur „Gladbach“ oder „München Gladbach“) Teil des Königreichs Preußen.
Gründungsort: Die Initiative ging von einer Gruppe junger Fußballbegeisterter im Stadtteil Eicken aus, die sich zusammenschlossen, um den Sport organisiert auszuüben.
Der Verein wurde ursprünglich als „Fußballklub Borussia 1900“ im Mönchengladbacher Stadtteil Eicken gegründet. Der Name „Borussia“ leitet sich vom lateinischen Wort für Preußen ab, da Mönchengladbach zu dieser Zeit zu Preußen gehörte. Der erste große Erfolg war die Westdeutsche Meisterschaft im Jahr 1920.
Entwicklung des Vereinsnamens und der Identität
- Stadtname: Da es häufig zu Verwechslungen mit München in Bayern kam, wurde der Stadtname erst 1960 offiziell in Mönchengladbach geändert.
- Vereinsfarben: Die traditionellen Farben sind Schwarz, Weiß und Grün.
- Erstes Meisterschaftsspiel: Das erste offizielle Meisterschaftsspiel der Vereinsgeschichte fand am 16. Oktober 1904 gegen den BV Solingen statt und endete 2:2.
Historische Meilensteine der Frühzeit
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1900 | Gründung als FK Borussia 1900 am 1. August. |
| 1904 | Erstes Meisterschaftsspiel in der 3. Bezirksklasse. |
| 1909 | Aufstieg in die A-Klasse. |
| 1919 | Fusion mit dem Turnverein Germania 1889 zum VfTuR 1889 M.Gladbach (später wieder gelöst). |
Die Phase nach 1920 war für Borussia Mönchengladbach (damals noch als VfTuR München-Gladbach nach einer Fusion mit dem TV Germania) geprägt von ersten regionalen Triumphen und der Etablierung in der höchsten Spielklasse, bevor der Zweite Weltkrieg und die anschließende Neuordnung des deutschen Fußballs den Weg für den Aufstieg zur „Fohlenelf“ ebneten.
Erste große Erfolge und Krisen (1920–1933)
Trennung und Konsolidierung: 1921 wurde die Fusion mit dem Turnverein Germania wieder gelöst, und der Verein nahm den Namen Borussia VfL 1900 an. Sportlich blieb man in der höchsten regionalen Spielklasse präsent.
Westdeutsche Meisterschaft 1920: Nur 20 Jahre nach der Gründung feierte der Verein seinen ersten bedeutenden Titel. Am 25. April 1920 besiegte man den Kölner BC mit 3:1 nach Verlängerung und qualifizierte sich damit erstmals für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft, wo man jedoch im Viertelfinale ausschied.
Die Zeit des Nationalsozialismus und der Neuanfang (1933–1945)
- Gauklasse: Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten und der Einführung der Gauligen spielte Borussia zumeist in der Gauliga Niederrhein, musste jedoch auch zeitweise Abstiege in die Zweitklassigkeit hinnehmen.
- Kriegseinwirkungen: Wie viele Vereine litt auch Borussia unter dem Spielermangel durch den Kriegsdienst. Der Spielbetrieb kam gegen Ende des Zweiten Weltkriegs fast vollständig zum Erliegen.
Der Weg in die Oberliga West (1945–1960)
Nach dem Krieg wurde der Fußball im Westen Deutschlands neu strukturiert:
Teilnahme am Europapokal: Durch den Pokalsieg qualifizierte sich Borussia als erste deutsche Mannschaft für den neu geschaffenen Europapokal der Pokalsieger (1960/61).
Oberliga-Aufstieg: 1950 gelang der Borussia der Aufstieg in die Oberliga West, die damals höchste deutsche Spielklasse. In den folgenden Jahren schwankte der Verein zwischen der ersten und zweiten Liga (2. Oberliga West).
Erster nationaler Titel 1960: Ein Meilenstein der Vereinsgeschichte war der Gewinn des DFB-Pokals 1960. Im Finale in Düsseldorf besiegte die Mannschaft den Karlsruher SC mit 3:2. Dies war der erste große nationale Titel und markierte den endgültigen Durchbruch zur deutschen Spitzenklasse.
Die „Fohlenelf“ und goldene Ära der 1970er
Die prägendste Zeit des Vereins waren die 1970er Jahre. Eine junge, temporeich und offensiv spielende Mannschaft dominierte die Bundesliga und erhielt den Spitznamen „Fohlenelf“. In dieser Ära feierte der Verein seine größten Erfolge:
- Deutscher Meister: Fünf Titel, davon ein Hattrick in den Jahren 1975, 1976 und 1977.
- DFB-Pokal: Dreimaliger Gewinner.
- UEFA-Cup: Zweimaliger Gewinner.

Neuere Geschichte
Nach dieser Glanzzeit erlebte der Verein Höhen und Tiefen. Im Jahr 2004 zog der Club vom historischen Bökelbergstadion in den moderneren BORUSSIA-PARK um.
Die Profifußballabteilung wird heute von der Borussia VfL 1900 Mönchengladbach GmbH geführt, die sich vollständig im Besitz des eingetragenen Vereins befindet


